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16.02.2018, 18:07 Uhr

CDU will Kinderbetreuung in Großkrotzenburg zeitnah verbessern

Schwerpunktthema auf der diesjährigen Klausurtagung der CDU Großkrotzenburg war neben der Beratung des Haushalts insbesondere die Kinderbetreuung. Das Anliegen der CDU ist es, die Kinderbetreuung in der Gemeinde zielgerichtet weiter zu entwickeln, um zuverlässige Strukturen zu schaffen. Ziel muss sein, eine verlässliche Betreuungskette von der U3-Einrichtung, über die Ü3-Betreeung bis hin zur Betreuung nach der Grundschule für jedes Kind in der Gemeinde sicherzustellen. Wie Fraktionsvorsitzender Max Schad berichtet, schlägt die CDU Großkrotzenburg dazu fünf zentrale Schritte vor.

       1.

Ein zentrales Problemfeld ist die U3-Betreuung. Aktuell besteht eine recht lange Warteliste und die Gemeinde hat chronisch Mühe, den Rechtsanspruch zu erfüllen. Die CDU-Fraktion beantragt die Bereitstellung von 250.000 Euro in diesem Jahr. Diese Summe ist zur baulichen Erweiterung des Kinderhauses um eine zusätzliche Gruppe zur Stärkung der U3-Betreuung zu verwenden. Eine andere Alternative als eine bauliche Erweiterung sieht die CDU nicht. Gleichzeitig müssen die Vorbereitungen getroffen werden, um die benötigten Stellen zu schaffen und mit geeignetem Personal zu besetzen. Die CDU ist der Meinung, dass es keine weitere Verzögerungen bei dieser Frage geben dürfe, sondern notwendige Prüfungen, Vorbereitungen und die Beantragung von Zuschüssen kurzfristig und konsequent durchzuführen sind, um Ergebnisse vorweisen zu können.

2.

Als ergänzende Maßnahme fordert die CDU den Ausbau der Kindertagespflege. Im Rahmen mehrerer Initiativen im Parlament wurde bereits versucht, die Kindertagespflege auszubauen. Hier sieht die CDU den Bürgermeister in der Pflicht, die Beschlüsse der Gemeindevertretung umzusetzen. Ziel ist, mehr Kindertagespflegepersonen zu gewinnen, um das Element der zeitlich flexiblen Kinderbetreuung auszubauen. Die CDU hat zur kommenden Sitzung einen Antrag gestellt, mit dem ein regelmäßiger Bericht des Bürgermeisters an die Gemeindevertretung beschlossen werden soll, was beim Thema Kindertagespflege erreicht wurde.

3.

Die Gemeinde muss zukünftig eine bessere Bedarfsplanung innerhalb Großkrotzenburgs etablieren. Entsprechende Planungsmechanismen muss die Gemeinde mit Unterstützung des Main-Kinzig-Kreises im Laufe der kommenden Monate aufbauen.

4.

Es scheint absehbar, dass in den nächsten Jahren ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter greifen wird. Dies ist sehr zu begrüßen. Bis konkrete Planungen starten können, ist die CDU der Meinung, dass vor Ort verstärkt für die Einführung des Pakts für den Nachmittag an der örtlichen Grundschule geworben werden soll. Der Pakt für den Nachmittag sieht eine Betreuung zwischen 7.30 Uhr und 17.00 Uhr vor, wobei das Land die Kosten für die Zeit zwischen 07.30 Uhr und 14.30 Uhr übernimmt. Der Schulträger ist für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr verantwortlich. Einen entsprechenden Antrag hat die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung gestellt. Leider ist die Umsetzung bislang nicht gelungen. Die Christdemokraten wollen vor Ort weiter am Ball bleiben, um die Einführung zu erreichen.

5.

Aus vielen Gesprächen wissen wir um die Bedeutung einer verlässlichen und qualitativ hochwertigen Betreuung. Die Einrichtungen in Großkrotzenburg leisten hier eine sehr gute Arbeit - und dies sollte von der Politik auch anerkannt werden. Die CDU wendet sich gegen eine Zerschlagung der bewährten Betreuungslandschaft - aktuell ganz konkret gegen eine Beendigung des Betriebsvertrags in der Kita St. Vinzenz. Stattdessen befürwortet die CDU die von der Kita vorgeschlagene Weiterentwicklung zum Familienzentrum als eine sinnvolle Maßnahme, von der die Gemeinde profitiert.

Die Umsetzung dieser fünf Maßnahmen gemeinsam mit der von der CDU beantragten Befreiung der Kindergartengebühren für sechs Stunden durch Teilnahme am Programm des Landes Hessen könnte der Kinderbetreuung in diesem Jahr wichtige Verbesserungen bringen. „Wir werden entschlossen dafür kämpfen“, betonte Fraktionsvorsitzender Max Schad.