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10.04.2018, 22:00 Uhr

CDU Großkrotzenburg will die Seniorenbetreuung vor Ort weiterentwickeln

Initiative im Gemeindeparlament

Mit einer Initiative in der Gemeindevertretung will die CDU-Fraktion Großkrotzenburg, dass die Betreuungsangebote von alten Menschen in der Gemeinde weiterentwickelt werden. „Es entspricht dem Wunsch vieler Menschen, möglichst ortsnah versorgt zu werden, um soziale Kontakte so gut wie möglich aufrecht zu erhalten und in einem vertrauten Umfeld zu bleiben. 

Viele Großkrotzenburger Bürgerinnen und Bürger bleiben im Pflegefall nicht vor Ort, sondern entscheiden sich für Einrichtungen in anderen Kommunen unter Aufgabe ihres lokalen Umfelds“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Max Schad. Die CDU-Fraktion ist davon überzeugt, dass durch eine Fortentwicklung der Struktur mehr Menschen im Alter in Großkrotzenburg bleiben würden, was auch für die Angehörige vorteilhaft wäre. Insgesamt könnte dadurch die Qualität des Wohnstandortes Großkrotzenburg erhöht werden.

Zu erstreben wäre aus Sicht der CDU die Schaffung eines Seniorenzentrums mit verschiedenen Wohnmöglichkeiten im vollstationären sowie im teilstationären Bereich. Bestandteil der Prüfung soll zudem das Angebot von seniorengerechten, barrierefreien Wohnungen mit zubuchbaren Pflege-und Serviceleistungen je nach individuellem Bedarf sein, berichtet Max Schad. Der CDU ist es ein Anliegen, möglichst moderne Konzepte für Großkrotzenburg zu entwickeln, bei denen auch das Angebot einer Kurzzeit- und Tagespflege geprüft wird. Als ein gelungenes Modell betrachtet die CDU-Fraktion z.B. das Diakonische Seniorenzentrum Colemanpark Gelnhausen, in dem barrierefreie Wohnungen angeboten werden und die Möglichkeit besteht, einzelne Dienste hinzu zu buchen. Bei Veränderung des Gesundheitszustandes besteht zudem die Option, in betreuungsintensivere Formen zu wechseln. Durch diese Form wird den Senioren ein höchstmögliches Maß an Selbstständigkeit in ihrer jeweils individuellen Lebenslage ermöglicht. Es erscheint der CDU-Fraktion daher sinnvoll, mit Trägern dieser Angebote das Gespräch zu suchen.

Unabhängig davon soll derzeit im Main-Kinzig-Kreis in Zusammenarbeit mit interessierten Kommunen ein Konzept entwickelt werden, um voll- sowie teilstationäre Pflegeangebote in Anlehnung an das Dependance-Modell wohnortnah zu realisieren. Es haben sich im Rahmen des Dependance-Modells im Main-Kinzig-Kreis bereits ansprechende Anlagen in überschaubarer Größe entwickelt, bei denen eine Einbettung in die einzelnen Gemeinden gelungen ist. Bewohnerinnen und Bewohner kennen sich dort bereits häufig aus dem Ort und empfinden ihren Aufenthalt daher nicht als eine Entfremdung von ihren persönlichen Wurzeln. Zudem haben sich Nutzungskonzepte entwickelt (z.B. die Einbindung von Veranstaltungsräumen), die auch für Großkrotzenburg interessant sein könnten. Es gilt daher zu klären, ob Großkrotzenburg in diesem Programm Berücksichtigung finden könnte und ob dort angebotene Formen auf die Bedürfnisse der Gemeinde passen, betont Max Schad.

Vorab gilt es jedoch zu klären, welcher Spielraum in Großkrotzenburg bei der Zulassung zur Pflege durch Versorgungsvertrag grundsätzlich besteht und welche Flächen zur Realisierung der Konzepte verfügbar sind.