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25.04.2018, 10:47 Uhr

Veranstaltung der CDU zur U-3 Betreuung in Großkrotzenburg macht dringenden Bedarf deutlich

CDU sagt zu, beim Thema „weiter Dampf zu machen“

In der zurückliegenden Woche fand eine von der CDU-Fraktion organisierte Veranstaltung zur Frage statt „Was können wir tun, um die U3-Betreuung für Kinder ab einem Jahr weiterzuentwickeln?“ 
 

Neben vor Ort aktivem Fachpersonal aus den Betreuungseinrichtungen, dem Bürgermeister sowie dem Hauptamtsleiter der Gemeindeverwaltung hatten sich eine ganze Reihe an interessierten und betroffenen Eltern eingefunden, um sich an dem Runden Tisch zu beteiligen.

„Wir haben das Gefühl, dass es bei der U3-Betreuung in der Gemeinde Nachholbedarf gibt, möchten aber von den betroffenen Eltern aus erster Hand hören, was sie benötigen, um unsere Arbeit entsprechend darauf auszurichten“, beschrieb Fraktionsvorsitzender Max Schad das zentrale Ziel des Abends. Dazu hatte die CDU verschiedene Fragen an eine Wand gepinnt, die von den teilnehmenden Eltern beantwortet wurden. Eindeutiger Tenor war, dass es tatsächlich dringenden Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen gibt. Auch von den Einrichtungen kam der Hinweis, dass bereits heute eine beachtliche Zahl an Anmeldungen vorliegt.

Einige Eltern schilderten ihre Situation und die Probleme, die sie auf der Suche nach einem Betreuungsplatz haben. „Das Problem der nicht vorhandenen Betreuungsplätze für U3 Kinder ist doch bekannt. Warum hat die Gemeinde nicht gehandelt und sich darauf eingestellt?“ „Ich weiß nicht, wie ich da ran gehen soll, ich fühle mich allein gelassen“. „Bei der Gemeinde erhält man abwiegelnde Antworten, die Unsicherheit einer Zusage gibt einem ein mega beunruhigendes Gefühl“, waren einige der Stimmen des Abends. Geäußert wurde zudem, dass Eltern angesichts der schlechten Aussichten auf einen Platz, die sie aus der Verwaltung gespiegelt bekommen hatten, ihre Kinder erst gar nicht angemeldet hätten.

Insgesamt bestand der Eindruck, dass bei den Eltern große Unsicherheit besteht, ob ihr Kind einen Betreuungsplatz erhält oder nicht. Sie erwarten von der Gemeinde ein zügiges Handeln, um diese Problematik schnellstmöglich zu lösen. Deutlich wurde zudem, dass die Eltern feste Vorstellungen von der Art der Betreuung haben. Sie möchten ihr Kind nicht irgendwo betreuen lassen, sondern sind an den Konzeptionen interessiert.

Fraktionsvorsitzender Max Schad machte deutlich, dass man die Anliegen der Eltern sehr ernst nimmt, mit einer Initiative zur schnellen Schaffung weiterer Betreuungsplätze aber leider keine Mehrheit im Gemeindeparlament erhalten hat. Er versprach zudem, dass die CDU bei dem Thema weiter Dampf machen wird, um eine schnelle Ausweitung der Betreuung insbesondere für Kinder ab einem Jahr zu erreichen. Er verwies auf einen neuerlichen Antrag der CDU, der im Gemeindeparlament beraten wird. Die Stimmen aus den Reihen der Eltern hätten noch einmal deutlich gemacht, dass ein längeres Abwarten gegenüber den Eltern unzumutbar sei. Nötig sei zudem, endlich belastbare Zahlen zu erhalten.

Hierzu führte der Bürgermeister aus, dass die Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren vor Ort bei 42-43% liegt. Diesbezüglich bestehe Kontakt zum Main-Kinzig-Kreis, die aktuellen Zahlen sollen kurzfristig präsentiert werden. Der Hauptamtsleiter äußerte, dass man nach Vorliegen der entsprechenden Zahlen weitere Schritte zur Problemlösung gehen wolle, die nicht unbedingt in einem Anbau an ein bestehendes Gebäude liegen müsse wie von der CDU vorgeschlagen. Deutlich wurde aus den Reihen der Versammlung aber auch, dass man den wiederkehrenden Hinweisen auf nicht vorliegende Zahlen mit zunehmender Ungeduld aufnimmt.

Überraschend negativ fiel die Rückmeldung zum Thema „on-line Anmeldung“ aus, die vom Gemeindeparlament beschlossen wurde. Favorisiert werde von den Eltern eine persönliche Anmeldung in Erwartung eines direkten „Feed-back“. Die Online-Anmeldung sei hier zu unpersönlich und zu anonym.