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28.08.2018, 18:20 Uhr

CDU-Fraktion stimmt gegen Erhöhung der Friedhofsgebühren

Bei der zurückliegenden Sitzung der Gemeindevertretung wurde eine drastische Erhöhung der Friedhofsgebühren auf den Weg gebracht. Grundlage für diesen Schritt war eine Neukalkulation der Kosten des Friedhofes.

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Zwar konnte die CDU in den Beratungen erreichen, dass auch zukünftig ein Anteil des Aufwandes für den Friedhof, das sog. "öffentliche Grün" nicht direkt auf die Gebührenzahler umgelegt wird. Unter dem Strich bleibt jedoch eine unverhältnismäßig starke Erhöhung der Bestattungsgebühren, die aus Sicht der CDU nicht sozialverträglich sind. So steigen z.B. die Kosten für ein einstelliges Wahlgrab mit einem Schlag von 1200 Euro auf 2070 Euro. Aus Sicht der CDU wird dies dazu führen, dass sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger aus Kostengründen gegen ein klassisches Grab entscheiden und sich die Problematik nicht ausgelasteter Grabreihen weiter verschärft, was wiederum negative Auswirkungen auf die Kostendeckung des gesamten Friedhofs hat. 

Besonders in der Kritik steht hierbei die FDP, die am liebsten eine noch kräftigere Gebührenerhöhung beschlossen hätte und nur in mehreren widerwillig gewährten Beratungsrunden zu kleinen Zugeständnissen bereit war. Sinnbild für die Haltung der FDP ist die Tatsache, dass auschließlich die möglichst vollständige Deckung der Kosten im Fokus war. Auf die Tatsache, dass die Gebühren von den Ortsbürgern zu bezahlen sind und welche Konsequenzen dies in Einzelfällen hat, wollte man mit dem Verweis auf die Notwendigkeit der Kostendeckung nicht eingehen. "Hier zeigt sich die Handschrift der von der FDP dominierten Koalition, der die zweite Mehrheitsfraktion offenbar nichts dagegen setzt", betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Max Schad.

Auch die CDU wäre zu einer Erhöhung der Preise zur Verbesserung des Kostendeckungsgrades bereit gewesen, dies aber in einer gemilderten und gestuften Variante. Angesichts der in den Ausschuss-Sitzungen geäußerten Haltung der Mehrheit und den gebetsmühlenartig wiederholten Standardphrasen war dies von vornherein ein aussichtsloses Unterfangen. Wichtig ist, dass sich die Gemeindeverwaltung nun Gedanken über die zukünftige Nutzung des Friedhofes macht. Dazu ist der Gemeindevorstand beauftragt worden, entsprechende Vorschläge vorzubereiten.