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28.11.2018, 06:59 Uhr

CDU will Gemeindeschwester für Großkrotzenburg

Mit einem Antrag in der Gemeindevertretung will die CDU erreichen, dass im kommenden Jahr eine Gemeindeschwester ihren Dienst aufnimmt.

Die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen umfasst mehr als eine medizinische Untersuchung und Behandlung. Gerade im Alter, wenn neben körperlichen Erkrankungen auch Einschränkungen im Alltag zum Tragen kommen, brauchen viele Menschen einen Ansprechpartner, der sich ein Bild über die Versorgungssituation verschafft und notwendige Hilfen anbietet und koordiniert. Dieses sich Kümmern um die psychosozialen Belange älterer Menschen ist Kernaufgabe der Gemeindeschwester.

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In ihrer Funktion kann die Gemeindeschwester Menschen zu Hause besuchen und sich ein Bild von der Versorgungssituation machen, um anschließend in enger Abstimmung mit den Betroffenen Unterstützungsleistungen anzuregen und zu koordinieren. Die Gemeindeschwester müsse deshalb die professionellen und ehrenamtlichen Angebote im sozialen und pflegerischen Bereich vor Ort kennen, um einen erkannten Bedarf an die entsprechenden Anbieter weitervermitteln zu können, betonte Fraktionsvorsitzender Max Schad. Die CDU kann sich vorstellen, den Einsatz der Gemeindeschwester noch einmal spezieller auf die konkreten Bedürfnisse in Großkrotzenburg abzustimmen und die Einsatzmöglichkeit über die Bedürfnisse älterer Menschen hinaus zu erweitern.

Da das Land aktuell ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt hat, könnte der Einsatz der Gemeindeschwester für die Gemeinde kostenneutral sein, da Hessen die Personalkosten bis zu einer bestimmten Gehaltsstufe vollständig übernimmt. Dafür ist eine schnelle Antragstellung erforderlich, um bei der Förderung noch zum Zug zu kommen. In ihrem Antrag hat die CDU zunächst eine Befristung von einem Jahr vorgesehen, die aber verlängert werden kann, sobald klar ist, dass das Land die Förderung auch über 2019 hinaus fortsetzt. "Wir sehen im Einsatz einer Gemeindeschwester einen guten Weg, die Versorgung in Großkrotzenburg zielgerichtet zu verbessern, Bedarfe auch unterhalb der ärztlichen Betreuung zu decken und Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen", so Max Schad abschließend.