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11.01.2019, 11:26 Uhr

Kündigung Kindergarten St. Vinzenz unverantwortlich

CDU unterstützt die Proteste und fordert Gemeindekörperschaften auf, den Beschluss zu revidieren.

In seiner kürzlichen Vorstandssitzung beriet die CDU erneut,  wie man den Kindergarten St. Vinzenz retten könne. Die Mehrheit im Gemeindevorstand und Gemeindevertretung  scheint –ungeachtet aller Proteste der Mitarbeiterinnen und der Eltern-  fest entschlossen, auf Kündigung der Betriebsvereinbarung mit dem Orden der Barmherzigen Schwestern zum 31.7.2019 zu bestehen.

Dabei spielen Qualität und pädagogische Ziele keine Rolle. Allein aus wirtschaftlichen Gründen sucht man  seit 2 Jahren bisher erfolglos nach einer Alternative. Heute, 6 Monate vor Auslauf der Betriebsvereinbarung, gibt es noch keine Lösung, aber die ausgesprochen Kündigung bleibt trotzdem bestehen.

Im Gegenteil: durch die Notwendigkeit eines Neubaus für den St. Laurentius-Kindergarten sind die Probleme nur noch größer geworden. .Der CDU-Vorstand ist einhellig der Meinung, dass die gewählten Gemeindevertreter eine falsche Entscheidung treffen, wenn sie eine seit Jahrzehnten bewährte Erziehungs- und Bildungseinrichtung auf diese Weise  zerstören.

 Wer ist der alternative Anbieter, der angeblich nicht nur Kosten für die Gemeinde einsparen will sondern nun sogar bereit sei, einen Neubau zu finanzieren.  . Bislang hört man  nur, dass es ein Privatunternehmer sei, der erfolgreich bundesweit für Firmen und Konzerne Kindertagesstätten organisiert. Ein pädagogisches Konzept? Darauf kommt es offenbar nicht an, sondern zu allererst  um Kitas, die zum Personalmanagement der Firmen passen.. Bildungseinrichtungen bleiben aber immer Zuschusseinrichtungen und liegen nicht ohne Grund in der Hoheit der öffentlichen Hand.. Ob ein Privatunternehmer eine Kita kostengünstiger führen kann, dafür gibt es keine Garantie, sondern nur Versprechungen, die man durch Planzahlen unterlegt. Was diese Planungen und Versprechungen im Lauf der Zeit Wert sind darf man infrage stellen.

 Bürgermeister und Gemeindevertreter von FDP und Krotzebojer Grüne könnten ihr Gesicht wahren, wenn sie zumindest durch eine erneute Verlängerung der Betriebsvereinbarung mit den Ordensschwestern Zeit gewönnen, um alle Konsequenzen aus einem Betreiberwechsel zu überdenken.

Diese Zeit scheint dringend notwendig. Wie zu hören ist, hat sich das Bistum Fulda bereiterklärt, an Lösungen mitzuarbeiten, gerade wegen des notwendigen Neubaus. Die CDU versucht alles zu tun, um zu verhindern, dass nun im Hauruckverfahren einem Privatunternehmer  die Kindergärten der freien Träger angeboten werden. Die Gemeinde steht bekannter weise finanziell mit dem Rücken an der Wand.  Das darf aber nicht zu solchen Fehlentscheidungen führen. „Die jetzige Mehrheit  in der Gemeindevertretung hat dafür kein Mandat der Bürgerinnen und Bürger“, behauptet der Vorsitzende Friedhelm Engel..

Die CDU ruft dazu auf, gegen die Pläne der Mehrheit in der Gemeindevertretung zu protestieren, um einen irreparablen Schaden für unsere Kindergärten der freien Träger  und damit der Gemeinde zu verhindern.