Presseinformationen

02.04.2019, 13:43 Uhr

Mögliche Ansiedlung einer Recyclinganlage von Straßenaufbruch: CDU Großkrotzenburg mahnt umfassende Information der Öffentlichkeit an

Mit einem Schreiben hat sich die CDU-Fraktion an den Vorsitzenden des Bau- und Umweltausschuss in der Gemeindevertretung gewandt und um eine baldige Einberufung einer Sitzung gebeten, in der die Planungen rund um die mögliche Ansiedlung einer Anlage zum Recycling von teerhaltigem Asphalt in Großkrotzenburg Thema sein sollen. Die CDU-Fraktion bittet darum, einen kundigen Vertreter des Kraftwerksbetreibers sowie möglichst auch der potentiellen Betreiberfirma der Anlage in die Sitzung einzuladen, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Es scheint als würden die Planungen zur Ansiedlung einer solchen Lage mit Ernsthaftigkeit betrieben. Es ist davon auszugehen, dass eine solche Anlage einen erheblichen Umfang hat und mit verschiedenen Eingriffen in das Gefüge der Gemeinde verbunden ist. Für die CDU stellen sich eine Reihe an Fragen, die unter Beteiligung der Öffentlichkeit angesprochen werden sollen, wie der Fraktionsvorsitzende Max Schad betont. Erörtert werden sollen der Zeitplan, die Genehmigungsschritte und die Rolle der Gemeinde im Planungsverfahren. Besonders interessiert sich die CDU aber für die Frage, ob und wie sichergestellt wird, dass durch den Betrieb der Anlage keine Schadstoffe abgegeben werden, ob gesichert ist, dass die Belieferung der Anlage nicht über LKW, sondern möglichst nur per Schiff erfolgt und ob weitere Umwelteinflüsse entstehen. Aber auch die wirtschaftlichen Aspekte sollen beleuchtet werden: Mit wie vielen neuen Arbeitsplätzen ist im Falle der Realisierung des Projekts zu rechnen, ist von einer Gewerbesteuerzahlung in relevantem Ausmaß auszugehen, welche Größe soll eine mögliche Anlage haben?

„Wir sind der Meinung, dass die Bürgerinnen und Bürger sowie die politischen Entscheidungsträger vor Ort rechtzeitig eingebunden und in die Lage versetzt werden, das Verfahren systematisch zu begleiten. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit müsste allen Beteiligten bewusst sein, dass eine frühzeitige Einbindung und die Bereitstellung von Informationen für ein gutes Verfahren notwendig sind. Es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Gemeinde und Unternehmen diesen Schritt gehen“, so Schad.